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Birth Factory
24.05.2026 , Rohteilchenbeschleuniger

.Birth Factory – eine interdisziplinäre Konzertperformance über das Gebären und (Neu-)Geboren werden

"Das bin ich, wie ich sehr sehr schnell und sehr sehr schwanger tanze." Zwischen Intimität und gesellschaftlicher Kontrolle: Gemeinsam mit den Musikern Peter Florian Berndt und Dominik Tremel begibt sich Regisseurin, Schauspielerin und Musikerin Anke Retzlaff auf einen radikal-sinnlichen Weg, um eines der intimsten und zugleich tabuisiertesten Themen der Gesellschaft zu erforschen. Die Geburt. Mit Adams Exfrau Lilith, schwanger aus dem Paradies vertrieben und von Gott dazu verflucht unaufhörlich Kinder zu gebären, erleben wir einen Gebärtrip, der akustisch angereichert wird durch persönliche Erzählungen und Stimmen von Gebärenden. Mit Lilith, als Urmythos für weibliche Selbstbestimmung und deren Sanktionierung, werden in den Texten von Kathrin Liess Geburtserfahrungen als kollektive irreversible körperliche und geistige Veränderung umkreist, die auch die Bewusstwerdung über patriarchale Kontrolle, Gewalt und Ausbeutung miteinschließt.

Im Resonanzraum von Clubnight und Performance, Barockmusik und Elektronik, Text und realen Stimmen wird der schwangere Körper zu einer Tanz- und Projektionsfläche für die Gesellschaft.
Come and be born (or not)!


Genre:

Theater

Das Trio hinter dieser elektronisch-barocken Konzertperformance vereint Expertise aus klassischer Musik, Elektronik und Schauspiel: Die multidisziplinäre Künstlerin Anke Retzlaff (Konzept, Performance) verbindet ihr darstellerisches Spiel mit dem Klang der Viola da Gamba. Flankiert wird sie von Peter Florian Berndt, der an der Laute die barocken Akzente setzt, und Dominik Tremel, der als Komponist an den Tasten und Reglern für das elektronische Fundament sorgt. Gemeinsam transformieren sie den Bühnenraum in eine hybride Klanglandschaft an der Schnittstelle von Medizin, Gesellschaft und Körperlichkeit.